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HTW Reflektionen 5

Die Entwicklung der Storyline war anstrengend für mich, weil es eine Art von Arbeit ist, die ich nicht gut gewohnt bin. Ich habe zwischendrin längere Phasen gebraucht, um mich zu erholen und die Arbeit zu Ende zu bringen. Insgesamt bin ich froh, diese Version fertig gestellt zu haben. ich weiß nicht, inwiefern die Qualität gut ist, das kann ich nicht so gut einschätzen, denn ich weiß auch gar nicht was denn so die Qualitätskriterien sind für Geschichten. Oder was zu einer guten Geschichte dazugehört. Zum Glück ist das ja auch nicht der zentrale Teil von HTW.

Ich beschreibe HTW als den spielerischen Einstieg in die Welt des Hackings. Die Challenges würde ich als Hauptgericht beschreiben - diese sind die tragende Säule. Das Hauptgericht besteht aus zwei Gängen - dem Hauptpfad und dem Community-Bereich. Über die Jahre habe ich viel Erfahrung mit dem Challenge-Format sammeln können und kenn die Stärken und auch die Grenzen.

Challenges machen aus meiner Sicht am meisten Spaß, wenn sie in sich abgeschlossen sind. Ketten-Challenges sind möglich, aber es ist oft nicht wirklich möglich und sinnvoll, ein Ganzes Tutorial davorzuhängen. Das wirkt zäh und träge.

Mit dem Hacker Quiz möchte ich diesen Kreis etwas durchbrechen. Das Quiz-Format ergänzt sich aus meiner Sicht gut mit den Challenges. Es deckt den unteren Schwierigkeitsbereich gut ab, den Bereich, wo ich mit Challenges nicht mehr hinkomme, quasi die “Mindestbestellmenge” für das Challenge-Format, darunter der Overhead zu groß wird. Das Quiz ist sehr leichtgewichtig und näher an Formaten wie Duolingo oder Quizduell. Ich hatte die Idee vor einem Jahr mal mit Robot Karol, habe sie aber nicht weiterverfolgt. Cool, dass die Idee jetzt bei HTW eine Umsetzung findet. Challenges sind gut darin, den mittleren und hohen Schwierigkeitsbereich abzudecken.

Um zum Gericht zurückzukehren, das Quiz ist wahrscheinlich die Vorspeise. Wie sieht der Nachtisch aus? Sind das die Minispiele wie Wer wird Wort-Millionär und Mortal Coil? Könnte man so sehen. Mein “Problem” mit diesen Apps ist es, dass sie nicht wirklich einen hohen pädagogischen Wert haben. Sie sind eine nette Nebenbeschäftigung und Ablenkung, aber nicht wirklich tragend. Ich habe sie daher etwas später in der Progression gelegt. Das wird natürlich die Zugriffszahlen ziemlich senken. Aber das ist eben der Preis für eine Fokusierung.

Die Storyline sehe ich als Soße zum Hauptgericht. Sie gibt dem Ganzen Geschmack und Würze. Sie macht alleine nicht satt. Keine Ahnung, ob so ein Metapher hilft. Ich habe heute nochmal kurz gespieltestet und festgestellt, dass es diesen Moment gibt, wo man das erste Mal einen der alternativen Pfade wählen muss oder soll und etwas verwirrt ist - weil man nicht weiß, was sich hinter den Pfaden verbirgt. Es war ein komisches Gefühl, wie eine Schwelle, über die man springen muss. Aber auch einen Moment, wo ich eine aktive Entscheidung treffen muss, weiterzumachen. Ich kann die Leute verstehen, die im Bereich von 50 - 70 Punkten aufhören.

Mir stellt sich die interessante Frage, ob ich den überhaupt noch mehr Elemente hinzufügen möchte. Denn natürlich kann ich noch mehr Ablenkung schaffen und diesen awkward moment etwas abfedern. Aber vielleicht ist gerade diese awkwardness Teil der Herausforderung. Und es wäre besser, diesen Moment aufzufangen und fortzuführen.

Vielleicht zum Schluss noch der Gedanke: Was das Challenge-Format auch nicht soo gut schafft, sind lineare Lernpfade, wo ich einen Skill über mehrere Schritte aufbaue. Das geht sehr nah an Tutorials ran und ich verbinde Tutorials oft mit Schmerz, Langweile, viele negative Emotionen. Daher bin ich aktuell sehr zögerlich, was den Bau von Tutorials angeht. Die drei zentralen Bausteine daher sind jetzt: Challenges - Story - Quiz.