Also, es geht weiter.
3) LMS
HTW ist jetzt eher kein LMS, wobei es bisschen was schon bietet, also minimale Administration (User Accounts), bisschen Tracking über die Highscore, kein Reporting. Delivery über die Aufgaben, ja das findet statt. Es hat keinen Anspruch, mehrere Plattformen zu vereinen, wobei eine SSO-Verbindung schon hilft, die Brücke bisschen besser zu schlagen. HTW bietet keine Unterstützung für mehrere Kurse. Es ist auch nicht von einer Institution betrieben, sondern privat.
HTW ist absollut kein Management-Tool, es gibt nur einen Kurs, bietet aber schon Automatisierung (über die Aufgaben) an. HTW unterstützt den Lernprozess schon an vielen Stellen, also ich würde sagen, HTW wäre eines der speziellen Tools, das durch ein LMS versucht zu ersetzen wird, aber ich glaube halt nicht, dass das LMS an die Qualität herankommt - weil ich alle Aspekte der Plattform für meine Anwendung optimieren kann.
Aus SchülerInnen-Sicht bietet HTW ja Registrierung, Zugriff auf die Aufgaben, Aktivitäten mit den Aufgaben und Mini-Games. Für Lehrkräfte biete ich was nichts, aber für mich als Editor biete ich semi-automatische Prozesse für die Inhaltserstellung, Tracking. Ich würde sagen pwn.college wäre ein Beispiel für eine CTF-Plattform, die auch mehr Richtung Management, Kurse und so weiter abzielt. Idee: Was spricht eigentlich dagegen, auf HTW auch wirkliche interaktive Kurse anzubieten? Ich weiß nicht, so eine Art “Didaktik”-Pfad? Ich habe mich ja bisher dagegen entschieden, und ziele eher auf die “Experience” ab. Für die nächste Iteration von RKO wird das aber relevant. Vielleicht ist der Reiz von HTW aber gerade, dass ich diese Abgrenzung NICHT durchführe. Es gibt diesen einen gemeinsamen Pfad mit den besten Inhalten und du musst dich nicht entscheiden und ich muss auch nicht die Inhalte künstlich zu verteilen. Das ist denke ich die Frage: Hacking als holistisches Thema - oder künstlich in eine Kursstruktur? Und macht diese Aufteilung nicht auch einiges kaputt?
HTW besitzt minimale User-Mangement-Funktionen (die ich aber auch recht sporadisch umgesetzt habe), eigentlich habe ich nur Core und die Routes agieren auf dem gemeinsamen App-Objekt. Ich habe keine Kursstruktur, bei mir stehen die Aufgaben autark da und das ist meine Unit. Der Nachteil ist halt die Schwierigkeit, Themen zu verbinden, deshalb eben die Frage nach einem besseren Hinweissystem, um die Schwierigkeit für die Nutzung zu erleichtern. Ich habe bei der Registrierung viel autark gemacht (Erstellen, Löschen, Ändern, aber kein Zurücksetzen). SSO und OAuth (denke ich, oder?) habe ich auch, haha. Rechte-Verwaltung habe ich tatsächlich auch, es gibt den Unterschied zwischen User - Editor und Demo mit Unterschieden hier und da. Sehr hart-kodiert und spezifisch. Ich habe HTML als Format, das heißt, ich kann beliebige Downloads anbieten, verlinken oder direkt Gadgets bauen. Ein bisschen Ordnerstruktur gibt es schon, mit den verschiedenen Bereichen Hauptpfad/Community.
Der HTW-Server ist grundsätzlich recht modular aufgebaut. Es gibt ein paar geteilte Infrastruktur, aber sowas wie Wort-Millionär oder Worms sind relativ separat und können unabhängig entwickelt werden. Analytics ist im Code integriert mit Dashboards und Auswertung der wichtigsten Daten.
In Bezug auf Lernformate ist HTW eigentlich eine recht selbstständige Plattform, vielleicht von der Methode am ehesten noch Homework + Input Interactions + Peer-based-Teaching weil schon ganz gut Gruppenarbeit anbieten kann.
Jetzt geht es in die Standards. Kann ich mit LOM was machen? Ich meine, ich kann für die gesamte Plattform ein LOM anlegen, aber vielleicht auch für die einzelnen Inhalte und Bereiche. Über SCORM könnte ich einzelne Aufgaben verpacken und theoretisch anbieten, vielleicht unterstützt SCORM auch Lernpfad-Struktur? Die Sache ist nur, meine Infrastruktur bietet sehr viele Custom-Definitionen und ich möchte auch dynamisch bleiben. Joah, der battery-included Ansatz vermeidet Integrationskosten und die Leute kommen einfach zu mir. Aber ja, einzelne Inhalte könnte ich separat anbieten wenn ich möchte, dann wäre IMS für den Inhalt, oder besser QTI oder was ist eigentlich LTI, ach keine Ahnung. Gäbe es irgendwelche Vorteile, die HTW Inhalte nach außen anzubieten? Ich möchte es eigentlich nicht, weil ich fürchte, dass die Magie verloren geht, und auch die gemeinsame Highscore ist ja auch was gutes und das Feedback, wobei die Standards das schon anbieten. Ich meine, es gibt einfach keinen Grund, wenn es eh schon online ist, warum man nicht verlinkt. Weil die SchülerInnen lange genug auf der Plattform sind, dass sich der Übergang lohnt. Passwort-Verwaltung ist ein anderes Thema. Und Inhaltsmanagement ist auch ein anderes Thema.
4) Content sequencing
Ich glaube, bei diesen Slides geht es um die Darstellung von Inhalten. Das ist interessant, da ich auf HTW diesen Teil eher vernachlässigt habe und in RKO auch erst langsam damit beginnen möchte. Bei mir sind die Aufgaben sehr autark und können als Learning Objects angesehen werden. Ist HTW induktiv oder deduktiv? Ich denke eher induktiv, weil die Aufgaben konkrete Inhalte enthalten. Aber die Beschreibung zeigen manchmal auch auf ein paar allgemine Linien. Also wieder eine Mischung.
Einmal die 10 Prinzipien abhandeln, ich fange mal mit der vorbereiteten Umgebung an - ja, das bietet HTW. Die Leistungsanforderungen sind ziemlich klar: löse Aufgaben, je mehr, umso besser. Du darfst dir selber aussuchen, in welcher Reihenfolge. Bezüglich sinnstiftender Kommunikation, ja, über die Geschichte, die Aufgabenstellungen und COMLINK versuche ich schon, das umzusetzen. Was bedeutet contentual clearness? Wahrscheinlich Klarheit der Inhalte. Daran arbeite ich! Ist nicht perfekt, ist schwer, weil Klarheit auch ziemlich Zielgruppen-abhängig ist und ich einfach nicht weiß, wie sich meine Entscheidungen auswirken. Die Klarheit der Struktur .. ist gegeben soweit ich eine Struktur anbiete. Ich mache bestimmte interne Strukturen ja nicht offen, z.B. die Verteilung der Aufgaben. Aber an sich weiß man immer wo man was findet. Die echte Lernzeit ist denke ich gegeben, weil die Aufgaben wirklich zum Mitmachen einladen, man kann ja fast gar nicht passiv dabei sein. Die Methodenvielfalt ist in den Aufgaben gegeben. Die Unterschiedlichkeit wird in den Feedbacks oft gelobt, entsprechend auch intelligentes Üben. Personalized Promoting ist jetzt wirklich nicht so klar zu verstehen, hä!?!? Ich denke, dass ich da schon einiges umgesetzt habe, wobei das viel ja auch über die visuelle Gestaltung läuft. Die Charakter-Bilder machen auch einen mega Unterschied. Ups, ich weiß jetzt, Promoting=Fördernd. So viel persönliche Unterstützung biete ich aktuell noch nicht, da habe ich aktuell kein wirkliches Konzept. Und vergiss den Satz davor über die Atmosphäre, es geht um die Förderlichkeit.
Jetzt geht es an die 9 Events. Die Aufmerksamkeit erhalten - das tue ich durch die Gestaltung denke ich. Die Startseite und die erste Aufgabe schaffen eine Zielausrichtung (löse Aufgaben, schalte neue Aufgaben frei), die super simple ist. Der Einleitungstext soll bei der Vorwissensaktivierung helfen. Wobei ich das nicht Vorwissen, sondern eher Allgemeinwissen nennen würde. Mein Hintergrund ist der Alltag der SchülerInnen. Ich versuche tatsächlich, Erklärungen eher nach hinten zu schalten, wenn Schwierigkeiten auftreten, das wären zeitlich also etwas verzögert. Die Tabelle legt ja auch keine temporale Reihenfolge fest. Ich demonstriere eigentlich auch wenig, ich biete Feedback und bewerte gleichzeitig die Leistung. Ketten-Aufgaben schaffen manchmal eine Vertiefung.
Uff, nach diesem Riesenblock, geht es an die Sequenz. HTW sortiert die Inhalte nur sehr grob nach einer Reihenfolge, was wäre sie auch? Es gibt eine leichte Gruppierung nach Themen, aber vor allem nach Spaßfaktor und Zugänglichkeit. Weil ich ja die Aufgaben aufklappe und die Retention ultra wichtig ist - und gleichzeitig auch ein Schutz for Überforderung. Die Auswahl der Schwierigkeit schafft auch wieder eine ganz andere Tiefe. Naja, Kontext wechsle ich auch bunt durch, genauso wie externe Bedingungen. Bei den unspezifischen zwei würde ich sagen, passt HTW vielleicht noch rein, weil ich die Aufgaben auch bisschen nach Reifegrad sortiere. Weil ich keine lineare Struktur habe, macht es auch keinen Sinn über Spiralen nachzudenken. Wobei Spirale es auch gut trifft. Mein Lernpfad hat einen gemeinsamen Start und ein gemeinsames Ende und dazwischen - hab Spaß mit den Aufgaben.
Es gibt keine direkte programmed instruction, naja, wobei - wenn man was falsch eingibt, dass man die Aufgabe wiederholt, so könnte man es ja auch sehen, also linear, aber auch mit branched. Die Modelle sind so allgemein, dass halt alles reinpasst. HTW ist aber auch so komplex, das es in alle Modelle irgendwie auch auffindbar ist.
Beim Multimedia-Design bin ich eigentlich weniger Technology-orientiert, sondern schon ziemlich oder sehr Lernende-orientiert. So, lass uns jetzt die kognitive Psychologie einsteigen.
Also, wie sieht es mit der Computational View aus? HTW fordert mehrere Phasen, man muss selber so viel steuern, dass es einfach nicht wirklich Sinn macht, auf dieser niedrigen Ebene über die Interaktionen nachzudenken. Die Tatsache ist eher, dass durch die Interaktion Inhalte mehrfach durch den Speicher laufen und eingelesen und ausgelesen werden, was die Speicherung erhöht.
Die Dual Coding Theory auf HTW spielt eigentlich nur einen Rolle, wenn verbal auch Text beinhaltet. Ja, ich denke schon. Und Bilder sind auch enthalten. Wobei ich keine Tonspur anbiete. Die interaktiven Aufgaben versuchen ja genau, mit Visualisierung eine bestimmte Struktur zu schaffen. Wobei ich eher selten Dinge erkläre mit Bildern. Hm. In der Story nutze ich ja teilweise Bilder und Text.
Cognitive Load Theory hilft an einigen Stellen in Worte zu fassen, warum mehr Inhalte auch schaden können und daher eine Balance gefunden werden muss. Experimente wie die von Chandler & Sweller kann ich mittlerweile sehr einfach und billig durchführen.
Es geht weiter mit Multimedia. HTW ist schon Multimedia, aber mein Lernen und Lehren basiert nicht zentral auf der Multi-Medialität. Bei der Gestaltung der Hinweise kann ich ja mal schauen, ob ich Strukturen wie flow chart, matrix oder Baum nutzen kann. Mir fällt auf, dass Lernen häufig zu Ende ist, wenn “Wissen” übertragen ist. Es sollte doch klar sein, dass dadurch nicht viel hängen bleibt, also für Unterhaltung auf jeden Fall sinnvoll, oder Mentour Videos. Mich stört diese Denkweise, dass hier Wissen aus dem Kopf übertragen wird und keinerlei Persönlichkeit stattfindet. Es ist aber ein gutes Modell, wenn man über Stimulation nachdenken möchte. Wenn ich an der Tafel was erkläre, nutze ich ja auch sehr gerne Visualisierungen. OK, die Karte! Ich hätte ja auch einfach auf eine Karte verzichten können und stattdessen die Aufgaben auflisten können. Aber durch diese geometrische Verortung schaffe ich bisschen multi-Modalität und aktiviere mehr kognitive Resourcen.
Bilder hinzufügen ist gut. Ich könnte an paar Stellen noch mehr die Contiguity erhöhen. Die zeitliche Nähe, weiß nicht, wo das eine Rolle spielen könnte. Es wird hier immer wieder von Audio gesprochen, vielleicht ist das ein sinnvoller Weg zu gehen? Zumindset wird es so vorgeschlagen. Koherenz ist wichtig, daran arbeite ich. Ah, und Audio und Text parallel ist nicht gut, jup, das kann ich bestätigen. Die individuellen Unterschiede sind jetzt auch nicht so stichhaltig, mei, es gibt halt diese unterschiedlichen Zielgruppen und Leistungsgruppen.
Ich biete fast keine Anleitungen an, vielleicht mit COMLINK. Beispiele habe ich auch wenig. Kollaboration ist wenig, maximal im Klassenzimmer. Auch die Selbsterklärung findet eigentlich nicht statt, vielleicht über das Feedback-System. Interaktivität habe ich, die Navigation über die Map ist eine Hilfe für die Orientierung. Responsive Design und Anpassung an Accessibility mache ich auch.
5) Exploration
Es geht jetzt um selbst-reguliertes Lernen. Der erste Satz fokussiert das Setzen von Zielen. Auf HTW gibt es keine explizite Struktur um Ziele zu setzen, darüber stolpere ich immer wieder. Es scheint super cool zu klingen, dass sich SchülerInnen eigene Ziele setzen. Aber wenn ich etwas neues lerne, dann möchte ich doch erstmal an die Hand genommen werden. Und ich will erstmal schauen, was es gibt, bevor ich Entscheidungen treffe. Das außer Acht gelassen, gibt es schon viele Stellen wo man Entscheidungen treffen kann: lieber weiter im Pfad oder einfache Aufgaben lösen? Leicht oder schwer? Entspannung mit einem Spiel oder Aufgaben lösen? Wie lange versuchen pro Aufgabe? Das sind alles Entscheidungen, die eine eine eigene Steuerung brauchen. Und vielleicht starten die Leute mit “ich schaue mich mal um” und kommen später zu: ich will auf die Startseite kommen, ich will Spiel XY freischalten, ich will in Sirtach ankommen. Ich denke, dass ich für die Mini-Spiele die Punkte transparent mache, hilft schon bei der Planung. Es sind halt diese Momente, wo man kleine Spannungsbögen hat, mit denen man interagieren kann.
Weil viele der Kompetenzen selten sind, kann man auch einfach zufällig Sachen machen. Aufgaben lösen = Fortschritt, dieses Prinzip sieht sich durch die gesamte Erfahrung und ich finde es gut, weil dadurch der Fahrplan recht klar ist und man auch weiß, welche Erlebnisse eher Nebenschauplätze sind und was das Lernen voranbringt. Es sind Angebote, ich erzeuge eigentlich nie Stress.
SchülerInnen setzen sich Ziele, das steht hier wieder. Was ist, wenn das erste Ziel immer in einer Form ist wie “ich möchte erstmal ankommen”. Ich finde es unrealistisch, dass man sich gleich schon so committed. Ich mache es zumindest so, dass ich erstmal sehen möchte, was hier geboten wird. Und ich hoffe, dass die Anfangserfahrung so positiv ist, dass man sich weiterführende Ziele setzt. Ich würde sagen, das Lernen ist eher eine Arbeitsschleife, wahrscheinlich ist Spirale auch ok. Und ich denke es ist sinnvoll, dass die Aktivitäten als erfüllend wahrgenommen werden. Ich weiß nicht, ob Sackgassen so sehr lernförderlich sind. Später dann, ja, denke ich schon. Aber doch nicht in der ersten Stunde. Das gesagt: die Aufgbaen sind sicherlich nicht einfach. Die Lösungsraten zeigen schon, dass eine Herausforderung da ist, es gibt genug Gelegenheiten für Reibungen.
Neugier ist schon wichtig, die Aufgaben sind unterschiedlich und erfordern etwas Mut, weil sie immer wieder neue Themen behandeln. Es gibt eigentlich bei jeder Aufgabe was neues zu entdecken. Umgekehrt habe ich eher weniger Erfahrungen, die sich stabil wiederholen, naja, vielleicht die Mini-Games, aber diese sind wiederum nicht unbedingt total beliebt.
Auf HTW mache ich von Anfang an klar, dass man Hacken nicht durch Auswendiglernen lernt, sondern von der ersten Minute an werden Aufgaben gelöst. Und ich zeige auch, dass man mitdenken muss. Ich sage häufig nicht, was zu tun ist, zumindest nicht direkt, aber mache es doch so klar, dass man sich nicht betrogen fühlt. Mit Benutzername hoffe ich zu zeigen, dass Fehler ganz normal sind. Dass Fehler auch keinerlei negative Konsequenzen haben, hilft bei der Aufgabe einer guten Fehlerkultur. Klar, du kannst probieren so viel du willst (mit kurzen Wartezeiten dazwischen).
Also ja, die Person hat ein Verhalten und das Umfeld gibt Feedback. Es ist halt diese Einfachheit und Klarheit der Interaktion: Antwort richtig/Antwort falsch. Und um dieses Feedback baue ich alle Interaktionen auf. Das macht die Analyse recht einfach.
Intrinsische Motivation ist besser als extrinsische Motivation, jup. Es kommt eigentlich am Ende darauf hinaus, dass ich so viele Angebote habe auf HTW und man zwischen denen relativ frei wählen kann. Und innerhalb der Aufgaben gibt es auch viel Freiheit, Ansätze zu wählen. Diese Freiheit wiederum schafft eine Notwendigkeit, sich selber zu orientieren. Man kann ja bisschen beobachten: welche Aufgaben machen mir Spaß? Was fällt mir leicht? Mit der Umfrage kann ich das ja abfragen und die Antworten sind relativ unterschiedlich tatsächlich, was ich cool finde, weil dann wirklich jeder was für sich finden kann. Dieses Phänomen dass jeder vielleicht nur 10% der Sachen erlebt, aber jede Person andere 10% erlebt und begeistert wird.
Das 3-Ebenen-Modell, was will es mir sagen? Also wenn ich mich entscheide, welche Aufgabe ich lösen will, dann ist dass eine Choice of Goals. Wenn ich nach 10 Minuten bei einer Aufgabe mit einem Ansatz nicht weiterkomme und meine Strategie ändere, dann reguliere ich den Lernprozess. Und wenn ich mich entscheide, wie ich die Aufgabe angehe, ist das processing mode?
HTW erlaubt es dir, eigentlich einfach zu machen und intuitiv erhältst du schon Rückmeldungen, ob es passt. Ich finde, viele Lernstrategien sind notwendig, weil Prüfungen so wenig Feedback bieten und man daher nicht wirklich einem Flow folgen kann. Ansonsten würde ich ja einfach drauf los arbeiten und erhalte auf dem Weg genug Feedback. Also HTW ist daher auch für Leute mit wenig Lernstrategie-Wissen geeignet, weil selbst wenn man im schlimmsten Fall einfach zufällig was macht - solange man was macht, gibt es Fortschritt! Und ich stelle sicher, dass sich niemand zu sehr verlaufen kann.
Ich erlaube Googlen, daher sind die Aufgaben an sich relativ unabhängig. Und generell verzichte ich auf zu starke Abhängigkeiten. Aber ich muss vielleicht gar nicht so tief graben - weil es gibt so viel entdecken, selbst mit wenig Vorwissen, solange man Spaß an bisschen logischem Denken hat!
Realistische und komplexe Aufgaben - ich versuche sie knapp zu halten, aber ich würde sagen, ich habe schon einige anspruchsvolle Aufgaben. Viele Aufgaben unterstützen mit Wissens-Bits. Jede Aufgabe öffnet eigentlich eine neue Sicht auf die Dinge. Kooperation ist nicht in die Plattform eingebaut, aber HTW ist einfach gemeinsam zu lösen: wenn man sich synchronisiert, können mehrere Personen an den gleichen Aufgaben arbeiten und Lösungen lassen sich auch leicht übertragen, sobald eine Person sie gelöst hat. Es ist vielleicht gut, dass die Lösungen immer gleich sind. WAIT. das müsste ich mal in einem Experiment untersuchen, ob eine kryptische Flag die Lösungsrate senken könnte. Jup, Transfer ist von Anfang an in HTW eingebaut. Hilfestellungen sind halt schwierig, weil sie potentiell den kognitive Load erhöhen.
HTW ist Web-basiert, hehe. Manche Aufgaben haben kleine Miniwelten (Taschenrechner, skill issue, etc.) oder Simulationen (Minecraft III), generell Spielelemente versuche ich auch zu integrieren, wobei der Scope hier nicht ganz klar wird.
Ein wirkliches Mindmap habe ich nicht, aber was wäre doch eigentlich eine nette Ergänzung, sowas wie roadmap.sh?! Das wäre doch ziemlich sick, wo man seine Skills abhaken kann und neue Dinge erkunden oder kennenlernen kann. Das wäre doch für Anfänger eine wirklich hilfreiche Resource? Ich komme hier auf Ideen. Tatsächlich sehe ich da einige Möglichkeiten, vor allem, wenn ich die Roadmap für SchülerInnen optimiere. BOAH. Ich hätte richtig Bock drauf, vielleicht ist das ein cooles Thema für die Master-Arbeit. Das wäre auf jeden Fall nochmal eine gute Alternative zum Hacker Quiz, was leider nach aktuellem Stand eher enttäuschend performt und mich auch nicht super begeistert. Es könnte viel Arbeit sein, die Roadmap aufzusetzen, aber ich könnte mir vorstellen, dass der Markt für Hacking-Novizen eher dünn besetzt ist. Ich kann ja eine DE-only experimentelle Version bauen und diese gegen Hacker-Quiz antreten lassen, bevor ich es als Feature umsetze oder nochmal iteriere.
Ok, weiter. Hypertext nutze ich eher weniger, ich würde sagen, die Karte von HTW ist nochmal was anderer und ich verlinke auch nicht wild durcheinander, sondern habe eine klare Struktur um Disorientierung zu vermeiden. Generell stelle ich mit der Karte ja sicher, dass ich eine Art dual-encoding habe und damit die Orientierung verbessere. Zum Glück habe ich insgeamt auch wenig Inhalte, deswegen kann ich fast vollständig auf eine Hierarchie verzichten und habe eher einen Baum, der sich aufdeckt.
Der Lernpfad von HTW ist von mir so entwickelt, dass SchülerInnen ihn intuitiv nutzen können und die Gefahr, sich zu verlaufen, minimiert wird. Ich erzeuge also ein Gefühl von Freiheit, und weil Leute ja eh ähnliche Wege gehen, habe ich doch eine gute Steuerung.
Eigentlich biete ich eher wenig Orientierung, sowas fehlt aktuell noch ziemlich auf HTW, also weder bezüglich der Inahlte, kein Index, die Karte ist da, hat aber keine semantische Struktur, es gibt keine Aufgaben-Suchfunktionen, man kann sich nichts markieren, sondern folgt einen der Pfade - wobei diese Einfachheit auch eine Stärke sein kann.
HTW ist eine Lernplattform und in dem Sinne kein PLE. Ich sage ja, dadurch dass alle Aufgaben interaktiv sind, bekommt man etwas Feedback und kann seinen Fortschritt gut einschätzen, wobei manchmal aber die hilfe fehlt. Weil ich es freistelle, alle Werkzeuge zu nutzen, können grundsätzlich beliebige Tools ergänzt werden. Von Lerntagebüchern, Portfolios bin ich nicht so begeistert. Eine Roadmap könnte aber nett sein. Wie können Lernende sich selber besser steuern? Ich weiß es nicht so wirklich, haha.
Habe ich ein PLE? Mein Blog hier ist doch so ein Beispiel, hier kann ich Texte und Gedanken sammeln und hab alles wichtige an einem Ort. Meine Webseiten sind auch eine Form von Verarbeitung von Wissen. Ich bin glaube ich ziemlich unabhängig von LMS in dem Sinne. Ich glaube, eigene Webseiten sind schon ne gute Möglichkeit, Wissen öffentlich zu verwalten.
Bei den aktuellen Themen: Empfehlung generieren, widerspricht das nicht etwas der Wahlfreiheit? Oder kann man nicht die Inhalte so optimieren, dass sich diese Frage gar nicht stellt? Die Karte ist eine coole Technik, um das Lernen sichtbar zu machen: je mehr gelöste Aufgabe, umso mehr Fortschritt und Wissen.