ARRRG

TEL x HTW 3

Harte Arbeit, schon ein bisschen.

6) Simulations & Game-based Learning

HTW nutzt viele digitale Werkzeuge. Vor allem nutze ich voll aus, dass HTW eine Webseite ist und darüber viel Interaktion und Multimedia möglich ist. HTW ist keine Simulation, es ist auch kein wirkliches Video-Spiel. Es ist aber interaktiv und engaging, hat eine Story, Auswahl, spielerische Elemente.

Röhre ist mein bestes Beispiel für den Versuch, Animationen einzubinden, Binär auch, ROT13. Wobei das wieder nicht so ganz passiv als Animation zu sehen ist in Reinform. Ich finde, die Folien zeigen meist auf die Reinform von Dingen pro Kategorie, aber die Realität ist etwas anders, und zu wissen, wann man von der Reinform abweichen soll und die Vorstellungskraft zu haben, Dinge anders zu machen als außerhalb der Kategorie kostet mentale Energie. Also ich adaptiere Animationen für meinen Zweck.

Es ist manchmal auch nicht angebracht, auf der Skala ins Extrem zu gehen, also die Form der Interaktion bei mir ist Medium. Die Mini-Spiele bieten nochmal andere Form von Interaktion. COMLINK ist aktuelle Form von Hinweisen, das auch so halbwegs genutzt wird. Eigentlich sind alle meine Tasks mit Assessment, aktiv versuche ich nicht, ein Karteikartenkasten zu sein.

Selbstgenerierende Aufgaben habe ich nicht, ein Experiment könnte Aufschluss darüber bringen, ob das einen Effekt hat. Die Sache ist: man kann sich Ziele setzen, mit Interaktionen gewisse Dinge zu erreichen und etwas anbieten, aber ob diese Angebote angenommen werden, ist ziemlich unklar. Es geht aus meiner Sicht also weniger um die Interaktion selber, sondern die Umsetzung. Und bei der Umsetzung muss man wiederum eigentlich alle Theorien beachten, also ich sehe nicht ganz den Nutzen, das Ganze rein aus der Interaktivität zu betrachten.

Minecraft III, yeah! Eine Simulation von Redstone und ich denke, die Mischung aus Umsetzung, experimentieren, bisschen Erklärung, kann Menschen bisschen in den Zauber ziehen. Wobei das auch auf ein Ziel ausgerichtet ist. Das zeigt einfach, wie flexibel meine Grundstruktur ist. Durch die Eingrenzung auf 7 Schalter und ein klares Ziel verläuft sich die Simulation auch nicht. Ob Leute daraus Wissen extrahieren, weiß ich nicht, aber ich mache es zumindest möglich. Und wer sich genauer dafür interessiert, kann gerne weiter probieren.

Hacking ist ein Spiel, weil der Konflikt zwischen dir und der Aufgabe künstlich ist, durch die Regeln definiert (Finde die Antwort) und hat ein messbares Ergebnis (gefunden/nicht gefunden). Hacking als Spiel zu sehen, ich denke das ist gut möglich. Und auch wenn es im Unterricht eingesetzt wird: durch die Anzahl der Menschen, die über Jahre auf der Plattform bleiben, zeigt es doch, dass es meist eine freiwillige Aktivität ist, und viele der Hindernisse sind wirklich unnötig (sag mal).

HTW hat ein starkes Feedbacksystem, definitiv. Du hast eigentlich deinen Fortschritt immer klar im Blick. Idealerweise kommt man in den Flow, z.B. die Person, die gestern in 4 Stunden am Stück große Teile der Aufgaben gelöst hat. 4 Stunden! Das ist genug Zeit, um sich selber zu vergessen und ein tiefes Erlebnis zu schaffen. Die Spannung ist da: was für Aufgaben erwarten mich? Werde ich die Aufgaben schaffen? Ich gehe weniger auf RP ein, dafür gibt es Roblox, haha.

HTW kann als serious game gesehen werden, es ist kein E-Learning, dafür gibt es zu viel “Zeug”, Entertainment ist es auch eher nur tangentiell. Joah, wahrscheinlich im Überlapp zwischen Gambe-Based Learning und Serious Games.

HTW hat den wesentlich Konflikt du gegen Rätsel, als Bonus gibt es dazu auch einen narrativen Kontext, Kurzzeit-Ziele ist es, Aufgaben zu lösen, mittelfristig neue Bereiche freischalten, langfristige Ziele ist es, ein Hacker zu werden. Es gibt Highscore, Punkte, Community-Punkte, freischaltbare Mini-Games, Schwierigkeitsauswahl für die Profis die sich sonst langweilen würden, ich würde aber entgegnen, dass die Schwierigkeit NICHT so zentral ist. Ich habe auch an einfachen Aufgaben Spaß, wenn sie mir neue Perspektiven eröffnen. Ich mag es eher, wenn es auch mal meditativ ist und meine kognitiven Resourcesn bindet.

Die Immersion und der Flow wären natürlich ideal. Die Aufgaben sind anspruchsvoll, keine Frage, sie fordern zum Nachdenken auf, was immer wieder als positives Feedback gegeben wird. Leider kein Multiplayer, ich wüsste momentan auch nicht ganz, wie. Ob ich Scratch als Spiel sehe, fragwürdig. CyberCIEGE ist auch soooo corporate, yikes.

So, Herausforderungen. Es hat Jahre gedauert, den Schwierigkeitsgrad und das Vorwissen auszutarieren und es ist immer noch ein offener Prozess. HTW ist definitiv mehr Lernen als Entertainment, daher würde ich sagen, dass die Spielelemente wenig stören können. Dadurch habe ich auch nicht so hohe Entwicklungskosten. Ich weiß nicht, warum bei “Video-Spiel” alle an so high-budget Zeug denken, like, hallo? Es gibt auch coole Spiele, die super einfach sind und Spaß machen, Minecraft und Roblox sind jetzt beide nicht so triple-A like.

Bei Gamification ist HTW zurückhaltend, es gibt kaum Quests oder Level, halt eine Highscore mit zwei Metriken, das wars. Ich bin vorsichtig, weil solche Elemente a) aufwändig zu implementieren sind, zumindest wenn man viel iterieren möchte und b) extrinsisch sind, was das größere Problem ist.

Kann HTW süchtig machen? Also vielleicht kann es das Leben dominieren, idk, dafür ist es zu wenig mit Marketing aufgeladen. Das Lösen der Aufgaben ist cool, aber auch frustrierend wenn man nicht weiterkommt. Die Aufgaben werden immer schwerer, d.h. man verbringt auch exponentiell mehr Zeit mit ihnen, was auch eigentlich ok ist. Naja, es ist ja kein Glücksspiel und nicht auf whales ausgelegt und ich profitiere auch nichts davon.

7) Communication & Collaboration

Yeah, online kann man auch einfach verschwinden, und das ist schon ziemlich nah dran an nicht kommunizieren. Wie ist HTW als Kommunikationssystem zu sehen? Discord ist vielleicht meine hauptsächliche Form der Kommunikation, Problem ist, dass direkte Kommunikation sofort Sicherheitsprobleme erzeugt, die ich auf der Plattform nicht wirklich will. Die Usernames sind so das bisschen, was ich erlaube. Ansonsten ist die Kommunikation auf HTW nur an ganz bestimmten Stellen integriert (Umfrage, Feedback) und asynchron und von mir aus multidirektional, von den Users an mich zurück unidirektional (wobei ich das Wort anders verstanden hätte).

Die Highscore schafft eine soziale Präsenz, ich liebe die Highscore, weil sie einen Eindruck vom Leben erweckt und auch das Alter der Accounts angezeigt hilft, ein Gefühl von Wärme zu erzeugen. Die Aufgaben sind für alle gleich und schafft damit einen Common-Ground, ich lasse alle Gruppen-Aktivitäten durch mich laufen und vermeide irgendwelche Gruppendramen (diese können gerne innerhalb des Klassenzimmers stattfinden). Das vermeidet auch den Overload.

Video conference ist vor allem deshalb blöd, weil man dadurch an Anonymittä verliert. Gruppen-Dynamiken sind im Rahmen eines Tutorials interessanter, als auf HTW. Ich meine, es gibt die Räume, aber diese sind selten genutzt und auch kaum noch gepflegt. Sollte vielleicht mal schauen, ob sie überhaupt noch relevant sind. Auf Discord sieht man, wie sich Gruppen aufbauen, ich bin aber ziemlich lackluster, was die Pflege angeht, weil das Verhältnis eher mau ist, über die Plattform schaffe ich mittlerweile viel mehr Interaktionen für mich als woanders. Es wäre aber schon witzig, irgendwie kooperative Elemente einzubauen, vielleicht eine Challenge, die zwei Leute gemeinsam etwas machen müssen, um die Aufgabe zu lösen. Wobei das halt immer dann nicht funktioniert, wenn gerade nur eine Person online ist, das ist ziemlich aufwendig sicherzustellen. Offline geht Gruppenarbeit doch schon deutlich besser oder in einem mehr institutionellem Rahmen. Das große Problem an Gruppen: Machtstrukturen. Da sind rein digitale Orte fast zu bevorzugen.

Gruppen sind ein ziemlich fragiles Thema, vor allem für marginalisierte Menschen, der CCC bietet quasi einen Ort an, doch der Zweck ist nicht unbedingt das Lernen. Ich finde, HTW soll einfach Gruppenarbeit ermöglichen, muss es aber nicht explizit integrieren. Mein primäres Ziel ist es schon, dass HTW auch komplett solo erlebbar ist, klar, Discord (oder zukünfitge Alternative) könnte Backbone sein für eine Form von Zusammenarbeit, ich erlaube auch explizit die Zusammenarbeit, daher ist das gut.

Die Highscore ist primär für die Awareness da, wer ist gerade online, löst Aufgaben und in welchem Bereich. Das schafft bisschen Gemeinschaftsgefühl hoffe ich und gibt bisschen Kontext zu den Leuten. Leider sind anonyme Online-Spaces auch immer der Gefahr von Abuse ausgesetzt, zumindest wenn es so offen gestaltet ist wie HTW, daher ist der Trade-off insgesamt, dass es eher in privaten Rahmen gut ist und der Kosten-Nutzen in größeren System kaum da ist. Die Vorlesung gibt mir aber Futter zum Nachdenken: wie könnte eine Zusammenarbeit auf HTW aussehen? Die Idee von einem moderierten Forum steht immer noch im Raum, ein weiterer Kandidat für die Master-Arbeit.

8) Mobile, adaptive & context-aware Learning

HTW läuft auf Tablets und funktioniert dort zumindest für den Anfangsbereich gut, also ist das eine Form von mobile learning, richtig? Weil die Anfangsrätsel eh knapp und fokussiert sind, macht das keinen so großen Unterschied. An den Stellen, wo es Begrenzungen gibt, habe ich alternative Wege eingebaut. So wirklich viele technische Spielereien kommen nicht zum Einsatz, ich bin eher auf eine breite Anwendungbarkeit fokussiert. Ist HTW Microlearning? Das ist eine spannende Frage. Die Aufgaben sind nicht dafür gedacht, einfach mal so gedaddelt zu werden. Sie fordern Nachdenken.

Lieber keine App, weil wie soll das auch gehen. Und Apps sind auch ziemlich Hacker-unfreundlich. Der App Store ist auch eher ein Gefängnis. HTW verzichtet auf lokale Sachen, aber vielleicht sind das interessante Dinge zum Hinzufügen? Ich habe einfach nicht die Kapazitäten, sowas zu bauen. Escape Rooms spielen ja viel mit solchen Gadgets und das ist eine ganz andere Art, an Projekte heranzugehen. HTW ist quasi eine Cloud, weil ja online und man überall mitnehmen kann. Ich nutze lieber Webseite als App, aus beschriebenen Gründen und Lehrkräfte ebenso.

Um ganz ehrlich zu sein, die HTW Aufgaben sind schon eher Learning Bits, halt viele nacheinander geschaltet, aber jeder Bit ist eigentlich unabhängig lösbar. Leichter Einstieg, man hat Vielfalt, check. Auch für den Unterricht cool, weil HTW ein Lückenfüller für die Leistungsstarken sein kann. Auch für die Entwicklung ist es einfach, die Inhalte anzupassen. Gleichzeitig habe ich mit der Storyline gemerkt, dass ein Querschnitts-Faden auch wichtig ist, um größere Zusammenhänge zu zeigen. Die Geschichte von HTW wird ja meist in einem Zeitrahmen von 10 - 20 Minuten erlebt. Ja, aber Rätsel sind auch ganz anders, weil sie eine viel aktivere Auseinandersetzung brauchen. Wirklich viel “Content” in dem Sinne biete ich ja nicht. Für die Idee mit der Roadmap könnte Micro-Content recht interessant sein. Wenn ich es selber hoste, habe ich gute Kontrolle über die Zugänglichkeit. HTW ist ja quasi just in time, weil ich nicht langatmige Inhalte habe, HTW verbindet Freizeit und Schule und ist nicht so rigide. Die Webseite ist leichtgewichtig und nimmt auch Menschen auf dem Land mit.

HTW ist adaptierbar, bietet aber keinerlei adaptive Funktionen an, die freie Auswahl des Pfads macht da schon noch die größte Arbeit. Ich habe auf Adaptivität verzichtet, weil ich den Vorteil einer gemeinsamen Ground-Truth schätze und die Welt ja eh schon so fragmentiert ist. Allerdings bin ich ganz froh, dass SchüelrInnen sich zumindest in zwei Schwierigkeitsstufen einordnen können. Ich möchte halt den Lernenden die volle Kontrolle geben: du entscheidest, welche Aufgaben du in welcher Reihenfolge und wann löst. Und auch, weil ich keine Vision habe, wie und wo adaptive Ansätze wirklich helfen. Die meisten Dinge helfen ja den meisten Leuten gleichermaßen weiter - und ich habe auch einfach zu wenige Daten, um wirklich aussagekräftige Entscheidungen zu treffen, finde ich. Zumindest vertraue ich mir da nicht genug und habe es persönlich auch noch nicht so gut umgesetzt erlebt. Ich versuche, erstmal noch mit Elementen wie Spoiler, COMLINK und so das umzusetzen und habe parallel super viele Experiment-Ideen am Laufen, um das zu erforschen. Also ja, ich denke ich bin da noch voll am Forschen.

Aufgrund der Datensparsamkeit sammelt HTW sehr wenig Kontext. User-Agents, ja, aber ich werte das nicht wirklich aus. Warum willl ich auch so viele persönliche Daten sammeln? Das kommt halt ziemlich creepy rüber. Und wenn der Kontext mal nicht perfekt ist, dann entstehen echt komische Fehler. Ich weiß nicht, wie man da so positiv sein kann, ist das nicht einfach eine Überwachungsgesellschaft? Ich fühle mich ja jetzt schon schlecht, wenn ich Experimente am Laufen habe.

Adaptivität scheint also ein offenes Thema zu sein. Ich könnte theoretisch mal Experimente laufen lassen um Adaptivität auszuprobieren und Aufgaben nach bestimmten Kritierien anzuzeigen.

9) Learning Analytics

Die Analytics-Definition von Siemens passt nicht zu HTW, weil ich eigentlich weder vorhersagen noch advisen will. SoLAR passt besser, weil ich die Daten nutze um die Lernumgebung zu verbessern. Learner Profiling will ich absolut vermeiden, ich will nicht einzelne Personen targeten, weil das ist schon hart creepy. Mir reichen aggregierte Daten über verschiedene Elemente.

Ich weiß nicht, ob dieser Fokus auf die Lernenden so gut ist - oder ob man nicht stattdessen die Materialen mehr untersuchen sollte - weil wo willst du da Kausalitäten finden? Ich finde das doof, das klingt halt voll danach, dass man wirklich Individuen profiliert und eigentlich auch schon überwacht, richtig? Das Panoptikum lässt grüßen. Auf mich wirkt das schon so, dass ich eigentlich dagegen rebellieren möchte. Ich denke, man kann sehr wohl seinen Unterricht gut analysieren, ohne ein Profiling auf die einzelnen Lernenden zu fahren. Ich kann mich aber erinnern, dass mal gesagt wurde, es soll sich nicht so auf die einzelnen Lernenden fokussiert werden, sondern auf das Produkt, später dann bei den Studien. Finde ich eine interessante Spannung.

Der Learning Analytics Prozess von HTW läuft eigentlich selten so. Ich sammle viele Daten und analysiere sie, ab und zu passe ich die Methoden an, aber dann meist auch in Verbindung mit Änderungen am Projekt. Stattdessen überspringe ich Post-processing und es ist bei mir eher ein kontinuierlicher Mess- und Analyseprozess.

HTW begrenzt sich auf die Webseite und schöpft dabei schon viele ab.

HTW sammelt Daten vor allem über Traces, die über Experimente aktiv sind oder nicht. Umfrage und Feedback sind explizite Daten, damit begnüge ich mich eigentlich schon. Die Menge ist bisher überschaubar zum Glück, ich habe eine Account-Zuweisung, um zu deduplizieren, aber grundsätzlich bleiben die Daten anonym nach der Auswertung. Die Daten bleiben vollständig in meiner Hand und ich plane das auch in Zukunft so zu handhaben. Die Daten weiterzugeben ist auch immer kritisch, das schließe ich ja in der Datenschutzerklärung aus.

Das Ziel ist nie das Tracking, sondern mittlerweile vor allem Experimente und Forschung, welche Inhalte und Methoden am besten funktionieren, also vorallem um die Umgebung zu verbessern. Beim Feedback füge ich allerdings doch einiges an Kontext hinzu, einfach um die Aussage besser einordnen zu können.

Die Daten fließen auch in Highscore und Map-Flow und so, was auch eher für die Feelings da ist, dass man sieht, dass man nicht allein ist. Generell gehe ich relativ offen mit den Daten um.

Mein Takeaway aus Jahren an Analyse: Meaningful Data ist schon wichtig, erst dann lohnt sich das Aufsetzen. Die technische Umsetzung ist dann eigentlich gar nicht so schwer - die meisten Probleme entstehen eigentlich nur, wenn ich beim Konzept geschlampt habe.

Ich weiß einfach nicht, was predictive capabilities für einen Zweck hat. Das ist ein so stark militärischer Begriff, als ob SchülerInnen “Feinde” sind. Lass die Leute doch einfach Feedback geben und dann weißt du auch, wie sie die Sachen sehen. Und Institutionen sind häufig Machtstrukturen, und solche Analytics machen die Strukturen stärker. Auch die Adaptivität könnte doch mehr missbraucht werden, nicht? Um bestimmte Ziele zu erreichen, und vielleicht marginalisierte Gruppen auszuschließen? Wenn es halt in falsche Hände fällt. Und wir haben natürlich sehr viel Vertrauen in die Eliten dieser Welt, ok, sorry, das war jetzt etwas politisch. Der letzte Punkt, Sharing of Data, da läuft es mir kalt den Rücken runter (figurativ) … und das ist das Endziel des Ganzen?

Wieso diese ganze Überwachung? Eigentlich muss man das viel kleiner auffahren. HTW geht den Weg, dass durch Nutzungsdaten die Plattform selber optimiert wird - und damit die Analytics zur Verbesserung für alle führen, und zwar offen und sichtbar. Ich sage also: aus langjähriger Erfahrung ist das, wie eine gute Lernplattform aussieht. Und nach der Entwicklungsphase kann ich eigentlich viel von der Telemetrie wieder abbauen, weil es mich jetzt nicht so krass interessiert, wer genau was macht. Das heißt nicht so viele Daten sammeln wie nötig, sondern konkret von Zielen ausgehen. Das habe ich bei RKO noch nicht so gut umgesetzt, dort sammle ich noch zu viel und zu unspezifishc - und ich merke, wie mich das langsamer macht.

10) E-Assessment

Hey, HTW bietet E-Assessment und ich stecke auch viel Energie darin, dass dieses Assessment präzise ist und die HTW-Punktzahl sagt doch viel über das Leistungsniveau der Person aus. Die Aufgaben haben diagnostischen Charakter, weil sie dadurch neue Aufgaben freischalten. Sie haben formativen Charakter, weil sie im Prozess zeigen, wo du stehst, und sie haben summativen Charakter, weil sie deine Erfolge markieren. Crazy, dass ein einzelnes System so versatil ist. Ich finde, dass ist ein häufig Muster, dass die Bausteine von HTW Kategorien übergreifen und dadurch mehr Flexibilität erlauben. Ich kann die Schwelle zwischen summativ und formativ überbrücken, weil ich keine Beschränkung auf die Anzahl der Versuche mache. Weil sich immer neue Aufgaben freischalten, schließe ich mit der Lösung alte Aufgaben ab, aber bin ständig im Prozess.

HTW ist 100% automatic assessment, damit wahrscheinlich auch CAA? Ich glaube nicht, dass die Aufgabentypen stark eingegrenzt werden, es ist eher erstaunlich wie flexibel das Format eigentlich ist. Klar, es ist keine Prüfung. Es ist CRAZY wie unterschiedlich die Aufgaben von HTW sind. Es sind halt Rätsel, warum bestehen Prüfungen eigentlich nicht aus Rätseln und müssen stattdessen so langweilig sein? Warum eigentlich? Naja, für die Korrektur ist es schon netter, wenn man den Rechenweg hat, aber man kann ja auch den Lösungsweg aufschreiben. Logisches Denken üben mit Rätseln. Ach, keine Ahnung, wenn ich diese Aufgaben sehe, denke ich mir auch nur so, uff, warum ist das so trocken? Vielleicht, weil man die Erwartung hat, dass die Aufgaben anstrengend sind? Point-Biserial correlation klingt nach einer interessanten Analyse, vielleicht könnte ich das mal auf HTW anwenden, wobei die Freischalt-Mechanik dem ein bisschen im Weg steht.

11) Feedback

HTW hab relativ einfaches Feedback, mit Knowledge of performance und knowledge of result, wobei über COMLINK vielleicht bisschen elaborated stuff kommt, aber nicht wirklich. Das fehlt aktuell. Ich verrate nie die Lösung. Das schützt die Arbeit, man kann sich aber so viele Tipps holen wie man will, wenn man Discord hat - oder in Zukunft über eine eigene Plattform. Das ist glaube ich so Teil der Magie, dass man sich in einem Forum austauschen kann. Keine Ahnung, ob sowas funktioniert und Leute dazu stoßen. Es macht aber super Spaß, in den Hinweisen zu wühlen und zu schauen, was Leute so alles fragen. Und solche Hinweise sind ja dann .. auch Feedback, oder? Ich glabue, für Rätsel ist die Dynamik ja nochmal ganz anders, weil ja das Nachdenken angeregt werden soll, und dazu ist es nicht schlecht, wenn es eine gewisse Art von “mystischer Aura” existiert. Ein Peer-System wäre schon cool, allein logistisch weil ich das alleine nicht stemmen werden kann. Hoffentlich finden sich Leute aus der Com die Lust haben, daran teilzunehmen.


Ok, erstmal soweit durch, fehlen jetzt nur noch 12 und 13, und die werde ich wahrscheinlich nicht so im Detail ausarbeiten.