Nach einem Monat, mit viel Schweiß, zähen Stunden am PC, AI und Slop hab ich jetzt zumindest einen Entwurf zusammen, der hoffentlich alle wesentliche Inhalte enthält und immerhin auf 11 Seiten kommt, die ich jetzt auf 10 Seiten runterkondensieren kann.
Ich hab mir heute das Dokument in Voice umgewandelt (naja, ich hoffe supertonic 3 wird bisschen besser, mit Zahlen kommt das Modell aktuell gar nicht klar) und dann einmal komplett angehört, das dauert ungefähr eine Stunde, was erstaunlich handbar ist actually. So, wie geht es weiter?
Ich hoffe, der schwerste Teil ist damit geschafft, nämlich das Zusammentragen aller relevanten Informationen und die Verarbeitung zu einem groben Brei. Jetzt ist die Frage, wie ich diesen Brei bisschen besser strukturiert bekomme, denn die Formulierungen sind teilweise richtig scheiße und der Text ist stellenweise absolut shit. Vor allem fehlt so eine grundsätzliche Richtung, also was eigentlich meine Kernaussagen sind.
Zwischen zwei Philosophien schwanke ich gerade bisschen, also auf der einen Seite möchte mein pädagogischer Geist den Text unbedingt vereinfachen und auf eine klare Linie stutzen. Doch ein neuer wissenschaftlicher Geist sagt: das Thema ist kompliziert und darf auch kompliziert dargestellt werden! Es ist nicht mein Job, die Wirklichkeit zu verkürzen, sondern sie darzustellen, so wie sie ist. Also die beiden beißen sich noch ziemlich, aber ich denke, dass ich mal langsam versuche möchte, doch zumindest ansatzweise einen roten Faden reinzubekommen.
An vielen Stellen kann ich den Text noch mit mehr Details auffüllen. Ich habe aus der Praxis ja noch so viel zu berichten. Einige Dinge aus Related Works kommt eigentlich in die Methodology, vielleicht setze ich mich als nächstes nochmal an die Diskussion und arbeite dort die Kernaussagen nochmal mehr aus - ich habe ja jetzt alle Inhalte und vielleicht fällt es mir dann nochmal leichter, die wirklichen Kern-Kernaussagen auf den Punkt zu bringen mit allen Daten. Und generell auf eine bessere Struktur zu achten, wo ich Abstraktionen besser schichte, also anfange mit der Kernaussage und das Argument dann mit Beispielen auffülle und die zentralen Punkte besser hervorhebe - was aktuell noch nicht so gut passiert, weil teilweise zentrale Einsichten als Nebengedanken am Schluss erscheinen. Ich glaube, dass ich bezüglich der Standards eigentlich so die meisten Punkte beachtet habe, vielleicht lasse ich da nochmal ein LLM rüberschauen.
So, bisschen weniger als 2 Monate Zeit noch, den Text zu überarbeiten, oh girl, ich brauche noch massiv viel Feinschliff, also der Text liest sich noch ziemlich zäh. Es ist spannend mal herauszufinden, wie lange das denn jetz noch dauert. Naja, ich meine effektiv schreibe ich jetzt ja alles nochmal neu, aber entspannter, weil ich den Rest des Texts ja schon ungefähr zusammenhabe. Joa, ich glaube, ich struggle noch am meisten am Tonfall.
Und ach was, wenn es nicht klappt, scheiß drauf. Ich hab es probiert, es ist eine Lernerfahrung. Wäre natürlich nice, wenn es funktioniert, aber wenn ich mir mal anschaue, wie scheiße viel Arbeit es ist, ein gutes Paper zusammenzuschustern, weiß ich gar nicht, ob sich das als “Hobby” denn lohnt. Naja, wenn ich an der Uni dozieren möchte, dann schadet es sicherlich nicht, in der Lage zu sein, Paper zu schreiben. Bisschen Spaß macht es auch, aber es ist schon zäh. Desperate laugh. Also brauchen tue ich diese Anerkennung jetzt nicht unbedingt. Vielleicht finde die nächsten Tage dann doch meine Freude wieder am schreiben.